Auf dem Grundstück Mühlenkamp 4 in Hamburg-Winterhude wird das bestehende Wohn- und Geschäftshaus aus dem Jahre 1960 zurückgebaut. In der entstehenden Baulücke wird ein 8-geschossiger Wohnungsbau errichtet.
Das Baugrundstück wird im Süd-Westen durch den Mühlenkamp, im Nord-Osten durch den Osterbekkanal begrenzt. Die Gebäuderückseite grenzt an den privaten Garten am Osterbekkanal. Durch die unterschiedlichen Geländehöhen ist der Garten aus dem UG heraus zugänglich. Geplant sind 12 kleinteilige Wohnungen die für Ein- und Zweipersonenhaushalte geeignet sind. Im zurückgestaffelten Dachgeschoss ist eine Penthousewohnung geplant.
Das Gebäude wird aufgrund der problematischen Bodenverhältnisse am Kanal tief gegründet.
Die durch Fugen abgesetzten Geschossplatten nehmen die Lineamente der benachbarten Stuckfassade auf. Das tragende Grundgerüst aus seitlichen Abschlusswänden, mittlerer Trennwand und Geschossplatten bestimmt die primäre Gliederung der Fassade. Die Ecken des in den Straßenraum vorspringenden Erkers werden hingegen nicht betont.
Zwei Materialien bestimmen die Erscheinung des Gebäudes: die Stahlbeton-Verkleidungsplatten bestehen aus weiß pigmentiertem, fein sandgestrahltem Werkstein. Mit diesem Material wird eine dem Naturstein ebenbürtige Wertigkeit gewonnen, ohne das ortsfremde Material Naturstein zu verwenden. Die Metallgeländer sind in der Form mäandrierenden Linien über die Fassade gezeichnet. Diese Linien werden als tiefe Gravur in den Werksteinoberflächen über die gesamte Fassadenbreite fortgeführt. Markisen mit hellem Stoff gewährleisten den sommerlichen Sonnenschutz, und vermitteln Wohnlichkeit. Die Markisenrollen werden hinter den Verkleidungsplatten verborgen.
| Planung | 2019-2025 |
| Bauherr | Günther Franke Gruber Bauherren GmbH |
| Standort | Hamburg-Winterhude |
| Team | Julian Hillenkamp, Christoph Roselius, Jan Funk, Tania Lembke, Fabrizio Zandegiacomo |
| Visualisierung | bloomimages |




