Grundschule Surenland

eins:eins Architekten würde im Zuge des vorgeschalteten VgV-Verfahrens mit Lösungsvorschlag für die Umsetzung der Bauaufgabe ausgewählt.

Die Umgebung des Standorts ist vorstädtisch und von ein- bis zweigeschossigen Wohnhäusern in offener Bebauung geprägt. Die Gebäude der Schule stehen als Ensemble freistehender Solitäre verteilt auf dem Schulgrundstück. Der Ersatzneubau fügt dem Ensemble einen weiteren Solitär an Stelle des abgängigen Verwaltungsbaus hinzu. Der rote Backstein der Bestandsbauten wird für den Erweiterungsbau aufgenommen. Das Gebäude bildet das neue Entree des Schulstandorts.

Auf dem Gelände der Grundschule wurden zunächst erforderliche Provisorien zur Gewährleistung des durchgängigen Betriebes hergestellt. Dann wurden im laufenden Schulbetrieb mehrere Bestandsbauten abgebrochen. Im Anschluss wird wird ein neuer Ergänzungsbau errichtet, der den Flächenbedarf für die Erweiterung zur Vierzügigkeit aufnimmt. Der Baukörper setzt sich aus einem zweigeschossigen Teil, und der angedockten Einfeld-Sporthalle mit ihren niedrigeren Nebenraumtrakten zusammen. In der Seitenansicht ergibt sich so ein markanter Wechsel niedriger und höherer Gebäudeteile.

Der sehr heterogene  Zubaubedarf der Schule wird in einem Baukörper kompakt zusammengefasst: Schulbüro und Verwaltungsbereich, Lehrerinnenzimmer mit Nebenräumen, Forscher- und Entdeckerraum, Lernlandschaft, Therapieraum, Differenzierungsräume, 1-Feld-Sporthalle , Umkleiden und Geräteräume. Ein Nebeneingang ermöglicht den Sportbetrieb in der Halle nach Schulschluss.

Das Gebäude wird nach DGNB zertifiziert, und erfüllt den Energiestandard Effizienzgebäude 40.

Zu Einsparung grauer Energie wird das Dach des zweigeschossigen Bauteils als massive Holzscheibe hergestellt, und die Sporthalle herhält ein Holz-Dachtragwerk. Geschützte Öffnungsflügel zur Nachtauskühlung ermöglichen den Verzicht auf außenliegenden Sonnenschutz, und reduzieren mechanische Lüftungsanlagen auf ein Minimum. Auf dem Gründach werden PV-Kollektoren vorgesehen.

Die Gläser der Sporthallenfensterbänder erhalten mattierte/lichtstreuende Gläser zur Gewährleistung des Blendschutzes.

Es handelt sich um eine Schwerpunktschule für Barrierefreiheit. Das Gebäude wurde entsprechend  in Abstimmung mit dem Kompetenzzentrum Barrierefreies Hamburg geplant. Das Erdgeschoss erhält eine schwellenlose Eingangstür mit elektrischem Türöffner. Ein Aufzug erschließt das Obergeschoss. In beiden Geschossen werden barrierefreie WCs vorgesehen.

Aufenthaltsräume und Flure erhalten schallabsorbierende Abhangdecken aus Holzwolle-Akustikplatten.) Einzelne Wandflächen werden ergänzend mit schallabsorbierendem Material belegt. Die Sporthalle erhalt eine Akustikdecke aus gelochtem Trapezblech und textile Akustikprallwände.

Die Außenanlagen im Bereich des Bestandsabbruchs rund um den Neubau werden neu gestaltet.

 

 

VgV 2023 1. Preis
Planung 2023-2024
Realisierung 2026
Bruttofläche  ca. 1.700 m²
Bauherr Schulbau Hamburg
Standort Bramfelder Weg 121
Team Christoph Roselius, Julian Hillenkamp, Katharina Riefenstahl, Jannik Siems