Schule Hausbrucher Bahnhofstraße

eins:eins Architekten würde im Zuge des vorgeschalteten VgV-Verfahrens mit Lösungsvorschlag für die Umsetzung der Bauaufgabe ausgewählt.

Die Schule am Nymphenweg, eine Sonderschule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung, steht vor einer umfassenden Neustrukturierung. Ein Großteil der Bestandsgebäude wird abgerissen, um Platz für einen Neubau zu schaffen, der zukünftig u.a. zwölf Klassenräume beherbergen soll. Im Zuge der geplanten Maßnahme werden zudem zwei Bestandsgebäude grundlegend saniert. Darüber hinaus wird auch das Außengelände neu gestaltet.

Die Kubatur des zweigeschossigen, winkelförmigen Baukörpers ist so gegliedert, dass er den Maßstab der kleinteiligen Wohnbebauung der Nachbarschaft nicht sprengt.

Im Ersatzneubau werden zwölf Klassen vorgesehen, aufgeteilt in drei Kompartments mit jeweils vier Klassen und deren Differenzierungsräumen. Die Klassenräume sind jeweils um eine zentrale Mittelzone  („Marktplatz“) angeordnet, der auch pädagogisch genutzt werden kann – etwa als Aufenthaltsfläche, für Gruppenarbeit oder zur Lagerung von Geräten. Jedes Kompartment erhält zwei Pflegeräume. In den Kompartments des Obergeschosses ist zusätzlich jeweils ein Therapieraum vorgesehen. Im Erdgeschoss wird anstelle eines weiteren Therapieraums ein Einzelplatz für Schüler*innen mit besonderem Förderbedarf (Systemsprengerkinder) geschaffen.

Der Neubau beinhaltet zudem eine Mehrzweckhalle, die für Regenpausen, Schulversammlungen oder andere schulische Veranstaltungen genutzt werden kann. Im Erdgeschoss befinden sich außerdem die Lehrküche und die Aufwärmküche, über die die tägliche Essensversorgung der Schüler*innen erfolgt, und ein Verwaltungstrakt.

Die Reihenfolge der Baumaßnahmen wir so gewählt, dass die Neustrukturierung im laufenden Schulbetrieb erfolgen kann.

Das Gebäude wird nach DGNB zertifiziert, und erfüllt den Energiestandard Effizienzgebäude 40.

Geschützte Öffnungsflügel zur Nachtauskühlung ermöglichen den Verzicht auf außenliegenden Sonnenschutz, und reduzieren mechanische Lüftungsanlagen auf ein Minimum. Auf dem Gründach werden PV-Kollektoren und eine Wärmepumpe  vorgesehen.

Aufgrund der Nutzung liegt ein besonderer Augenmerk auf Inklusion und Barrierefreiheit. Alle Einzelaspekte werden entsprechend  in Abstimmung mit der Schulleitung und dem Kompetenzzentrum Barrierefreies Hamburg geplant. U.a. erhält das Erdgeschoss schwellenlose Eingangstüren mit elektrischem Türöffner. Ein Aufzug erschließt das Obergeschoss. In beiden Geschossen werden barrierefreie WCs vorgesehen.

Aufenthaltsräume und Flure erhalten schallabsorbierende Abhangdecken ohne irritierende Muster. Einzelne Wandflächen werden ergänzend mit schallabsorbierendem Material belegt.

 

 

 

VgV 2024 1. Preis
Planung 2024-2026
Realisierung 2026-2028
Bruttofläche  ca. 2.500 m²
Bauherr GMH Hamburg
Standort Hausbrucher Bahnhofstraße
Team Christoph Roselius, Julian Hillenkamp, Jan Funk, Jeannie Schwiegershausen